Heilpraktiker/in und Heilpraktiker/in für Psychotherapie

Wir freuen uns, dass Sie sich für den Beruf Heilpraktiker/in bzw. Heilpraktiker/in für Psychotherapie interes­sieren und möchten Sie einladen, sich näher mit dem Berufsbild und der Ausbildung an unserer Akademie zu beschäftigen.

Berufsbild

Viele Menschen stehen dem heutigen Gesundheitssystem und der schulmedizinischen Lehre wie auch den von den Kassen bezahlten Formen der Psychotherapie immer skeptischer gegenüber. Das hat verschiedene Gründe und auch Sie werden Ihre Gründe dafür haben, sich für die Ausbildung zur Heilpraktikerin/zum Heilpraktiker bzw. der Heilpraktikerin/des Heilpraktikers für Psychotherapie zu interessieren.

Aus unserer Sicht gibt es mindestens 4 wesentliche Gründe, sich alternativen Therapie­methoden zuzuwenden:

1. Baukasten versus systemische Sicht

    Anders als die Schulmedizin und die Psychiatrie betrachten die meisten alternativen Therapiemethoden den Menschen als ein System, in dem die verschiedenen Anteile sich in vielfältiger Hin­sicht gegenseitig beeinflussen. Dies kann man auch als „ganzheitliche Sicht“ be­zeich­nen, wir bezeichnen es als die systemische Sicht. Dabei können sich die alternativen Modelle sehr unterscheiden, wie z.B. Diagnose und Therapie in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder in der Homöopathie. Ähnlich verhält es sich mit Ansätzen wie NLP oder Bioenergetik. Trotzdem betrachten alle diese Methoden den Menschen insgesamt, also systemisch.

2. Individualität der Klientin/des Klienten

    Die Schulmedizin und die Psychiatrie ordnen dem erkrankten Menschen ein Krankheitsbild zu und be­han­deln dann das Krankheitsbild und nicht den Menschen. Die so genannte evidenz­basier­te Medizin entwickelt die optimalen schulmedizinischen Therapie­strate­gien für Krank­heits­bilder und wird verbindlicher Teil des Gesundheitssystems, der Individualität der Menschen wird kaum noch Rechnung getragen. Und dann wundert man sich, dass die Patienten nicht wirklich gesunden.

    Anders gehen alternative Therapiemethoden vor. Dort werden neben den Beschwerden der Men­schen auch konstitutionelle oder familiäre Faktoren berücksichtigt und die Thera­pie darauf abgestimmt. Es steht der Mensch im Vordergrund und nicht die Diagnose.

3. Erfolg

    Für eine Reihe von Krankheiten gibt es keine hinreichende schulmedizinische oder psychiatrische Therapie, sei es z.B. der Hirninfarkt oder die Gürtelrose, die Depression oder die posttraumatische Belastungsstörung. Oft sind alternative Therapiemethoden einfach erfolgreicher.

4. Haltung der Therapeutin/des Therapeuten

    Während sich viele Mediziner durch ihr Spezialwissen dem Patienten überlegen fühlen, ist die therapeutische Beziehung, die wir anstreben, eine gleichwertige Beziehung, die durch gegenseitigen Respekt und gegenseitige Wertschätzung gekennzeichnet ist. In der Zusammenarbeit mit den Klienten ist Transparenz ein sehr wichtiger Aspekt. Nur wenn die Klientin/der Klient versteht, wie gearbeitet werden soll und welche Idee dahinter steckt, kann sie/er sich für die Zusammenarbeit entscheiden und sich hundertprozentig auf die Therapie einlassen.

Da inzwischen die Krankenkassen nicht mehr jede schulmedizinische Diagnostik und Thera­pie übernehmen, entsteht in der Be­völ­kerung immer mehr die Bereitschaft, für Gesundheitsangebote zu bezahlen und damit erhöht sich auch die Bereitschaft, sich alternativen Therapiemethoden zuzuwen­den.